
Eine der Stärken, wenn nicht sogar DIE Stärke von Eclipse , ist die Vielzahl der Plugins. Was mich jedoch schon immer gestört hat, war die Bedienung. Suchfunktionen finden sich im Menü "Edit" und im Menü "Search" - warum? Die Menüs "Window" und "Navigate" sind nicht klar abgegrenzt. Das "Help"-Menü enthält neben Hilfe alles mögliche. Warum werden Update-Sites in "Window » Preferences" verwaltet, und die Updates über "Help » Check for Updates" installiert? Insgesamt sind die Menüs überladen und inkonsistent, und Eclipse wirkt mit seinen Plugins ein bisschen wie ein Baukasten. Zudem wurde Eclipse mit der Zeit bei mir immer träger.
Mehr aus einem Guss wirkt dagegen Netbeans . Schon auf den ersten Blick sieht die Oberfläche viel sauberer und aufgeräumter aus. Auch die Menüs wirken durchdachter. Insgesamt fühlt sich alles "flotter" an. Richtig gut gefällt mir der integrierte GUI-Builder für Java Swing - für Eclipse konnte ich bisher keine vergleichbare Alternative finden.
Mich konnte Netbeans aufjeden Fall überzeugen. Und all denjenigen, die auch nicht 100%ig mit Eclipse zufrieden sind, kann ich nur empfehlen sich einmal Netbeans genauer anzuschauen. Kleiner Tipp, der den Umstieg enorm erleichtert: in den Optionen unter "Keymap" das Profil "Eclipse" auswählen, um die gewohnten Tastenkürzel weiterhin nutzen zu können.
Kommentare
eclipse
warum man updates unter dem menüpunkt help findet hab ich auch noch nie verstanden...
gute erfahrungen habe ich mit dem window builder pro (swt designer) gemacht, der auch trotz vielen selbstgestrickten gui objekte nicht schlapp macht. ansonsten ist es halt dieser baukasten der eclipse einfach unschlagbar macht. es gibt plugins für sogut wie jede programmiersprache (incl. action script3) und fast alle anwendungsgebiete. ich nutze es für android programme ebenso wie für verteilte flex/java anwendungen, für große rcp projekte als auch für größere flex/air projekte.
für kleine webprojekte ist es sicherlich überdimensioniert bzw. lohnt nicht den aufwand sich ein zu arbeiten, da es doch schon sehr viele funktionen hat.
Eclipse hab ich nie verstanden. Netbeans auf anhieb...
Alle Jahre wieder versuche ich Eclipse zu benutzen. Man hört immer wieder, wie toll es doch sei. Das letzte mal hatte ich es soweit am laufen, bis es dann gnadenlos beim CVS von Drupal.org abgestürzt ist.
Netbeans war meine Erlösung aus dem Dilemma, das ich eine IDE wollte mit der Mächtigkeit von Eclipse, die aber irgendwie bedienbarer ist. Und das habe ich erhalten.
Problem an Netbeans ist, das es Speicher frisst, lange alle Projekte Scant und dann noch die CPU weg brennt. Unter einem guten Dual Core mit 2Gig RAM geht da irgendwie nichts.
Aber alles in allem hat es meine Produktivität immens erhöht und erfreut mich jeden Tag
Viele Grüße aus Hamburg
Karsten Frohwein - comm-press
Eclipse
Hallo,
als semiprofessioneller Programmierer (Info-Student und Aushilfs-Programmierer in einer Netzwerkfirma) schwöre ich auf eclipse.
Muss mich aktuell mit Netbeans, Tomcat, Maven, Git-Repository und ZK-Framework rumschlagen und vermisse die Optionsvielfalt von eclipse.
Klar, Netbeans ist weniger komplex als andere IDE's, aber genau das stört mich daran. Bei eclipse ist es zwar schwerer die Einstellmöglichkeiten zu lernen, aber sie sind gold wert wenn man sie kennt und erleichtern einem die Arbeit enorm...ich denke nur mal an das "syso" + nachfolgendes strg+space um "System.out.println();" zu schreiben. Die eclipse-Shortcuts sind einfach göttlich.
PlugIns sind da auch total simpel zu instalieren. Einfach das Marketplace-Webinterface im Browser aufrufen (Indigo) und gewünschte Plugins (btw immer up-to-date) ins laufende eclipse ziehen(!), schon wirds installiert. Oder halt unter Help->Martketplace intern durchsuchen (Helios). Bei NetBeans gibt es sowas nicht, musste schon desöfteren PlugIns als Sourcecode aus dem Web downloaden, Fehler entfernen, selbst als .nbm kompilieren und danach installieren. Umständlich! Mit GIT-Repository ist NetBeans für mich kaum benutzbar, so muss ich auf Arbeit immer mit Linux-Konsole und -befehlen commits oder updates ausführen. Bei eplipse sind das 2 Klicks im Projekt selber...aber naja, auf mich hört ja keiner ^^
Als Swing-Editor kann ich übrigens den Google Window Builder empfehlen (http://code.google.com/intl/de-DE/javadevtools/download-wbpro.html
). Macht das GUI-Erstellen mindestens genauso einfach wie unter Netbeans.
Fazit: Netbeans richtet sich mMn an Hobbyprogrammierer, eclipse aufgrund der Erweiterbarkeit und der drögen Standardkonfiguration eher an Profis.
Netbeans ist nicht unbedingt
Netbeans ist nicht unbedingt weniger mächtig als eclipse. Den großen Vorteil den ich bei Eclipse sehe, der ist schon oft erwähnt worden: das Baukastensystem bzw. die vielen, vielen Plugins. Hier sind für mich weniger die Sprachen als Beispielsweise GWT, AWS, das Android SDK etc. zu erwähnen.
Alles in allem sind sich beide IDEs allerdings recht ähnlich: sie können ähnliche Dinge, allerdings auf leicht unterschiedliche Art und Weise: ein einfach Beispiel:
Eclipse: syso [Strg] + [Leer]
Netbeans: sout [Strg] + [Leer]
Dann natürlich die Tastenkürzel, die allerdings wie einer meiner Vorredner schon schrieb, einstellbar sind.
In diesem Sinne